Veranstaltung2004:Vorlesungskonzept

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Konzeption zur Vorlesung Spieltheorie: Modelle der Entscheidungsfindung (Stand 18.4.04).

Es geht hier eher um die Form und die Durchführung der Vorlesung als um den Inhalt (2004), wenn auch eine Reihe von Themen (s.u.) zur Auswahl aufgelistet wird, die in der Vorlesung behandelt werden könnten. Das bedeutet aber keine inhaltliche Festlegung, sondern es gehört zur Gestaltung der Vorlesung, genauer zu dem Angebot der Mitgestaltung der Vorlesungsinhalte!

Inhaltsverzeichnis

Aufbau und Typ der Vorlesung 2004

  1. In der Vorlesung ist beabsichtet, prinzipiell problemorientiert und beispielsorientiert vorzugehen. Jeder neue Abschnitt (d.h. jede Lektion) beginnt mit einem (Master-) Beispiel, das die Theorie erklärt und auch die Anwendung! (s.u.: Struktur der Lektionen) Es dürfen auch zwei oder drei Beispiele sein. Die typische Struktur ("Definition, Bemerkung, Satz, Beweis") einer Vorlesung in Mathematik tritt vergleichsweise in den Hintergrund.
  2. Die Vorlesung besteht aus klassischen Vorträgen an der Tafel.
  3. Die Vorlesungsveranstaltung nutzt gelegentlich elektronische Dokumente:
    1. Zum Beispiel als Unterstützung: Gliederung, Hauptaussagen, Beispiele, Botschaft.
    2. Zum Beispiel für Grafiken.
    3. Zum Beispiel, um ergänzende Informationen aus dem Internet zu präsentieren.
  4. Zugehörige Dokumente werden nach Bedarf in Wikiludia, der Homepage oder in unserem Account bereitgestellt.
  5. Die Lektionen werden eventuell von den Teilnehmern vollständig erstellt oder ergänzt und in Wikiludia bereitgestellt.
  6. Intensive Mitarbeit, Mitgestaltung und Mitverantwortung der Teilnehmer wird erwartet. Mitgestaltung bedeutet zum Beispiel, dass Vorschläge für die Wahl der behandelten Themen und Übungsaufgaben gemacht werden. Mitarbeit heißt, dass die Übungen 2004 und Projekte gut durchgeführt und publiziert werden. Mitarbeit und Mitverantwortung heißt aber auch, dass die Teilnehmer sich an der Administration, der Organisation und der technischen Durchführung der gesamten Veranstaltung unter Einschluss des Workshops beteiligen.
  7. Die Vorlesung wird wesentlich ergänzt durch das Workshop, in dem die Projektarbeit im Vordergrund steht. Damit wird dem problem- und beispielsorientierten Ansatz Rechnung getragen. Themen, Beispiele und Probleme aus der Vorlesung werden ausführlich in Gruppen ausgearbeitet und in den verschiedenen Plattformen Wikiludia, Homepage 2004 und Account publiziert oder auch im Workshop präsentiert.
  8. Ganz im Vordergrund steht die Erreichung der Lernziele.

Struktur der Lektionen

Jede Doppelstunde soll in jeder Woche eine Lektion (Lesson) umfassen. (Es handelt sich um 13 Termine, also 13 Lektionen.)

Jede Lektion hat einen klaren Fokus, ein abgegrenztes Thema (s.u.) und besteht aus den folgenden 5 Bestandteilen:

  1. Das Führungsbeispiel mit anwendungsorientierter Interpretation
  2. Die Strukturaussage(n): Definitionen, Begriffserklärungen, englische Ausdrücke dazu.
  3. Die Folgerungen: Zusammenfassungen, Resultate, Theoreme (gegebenenfalls die Fenster zu anderen mathematischen Theorien), Beweise sowie Bezüge zu anderen Lektionen
  4. Anwendung: Das Beispiel zusammen mit Struktur und Resultaten soll eine Anwendung (Interpretation mit Folgerung) innerhalb der Ökonomie, der Politik oder Biologie haben. Oder wenigstens: Verschiedene Interpretationen desselben Spiels sollen aufgezeigt werden.
  5. Übungsaufgaben 2004 zu dem Thema.

Mögliche Themen

aus denen ausgewählt werden muss:

Grundlegende Themen, die mehr oder weniger feststehen

  1. Gefangenendilemma, Normalformen und Nashgleichgewicht
  2. Extensive Form, Elimination der dominierten Strategien, Insolvenz
  3. Duopole von Cournot, Bertrand und Stackelberg
  4. Gemischte Strategien (Existenz des Nashgleichgewichts)
  5. Im Spielebaum: Teilspiele und Nash-Gleichgewicht (Ultimatum, Allocation, Bargaining nach Rubinstein)

Weitergehende Themen

  • Nullsummenspiele (Minimax)
  • Unendlich oft iterierte Spiele
  • Spiele mit unvollständiger Information
  • Biologie: Evolutorische Spiele, Stabilität
  • Differenzierbare Spiele, Replikatorgleichung
  • Markov-Ketten
  • Simulationen, experimentelle Spieltheorie
  • Artificial Life
  • Wer sind deine Freunde?
  • Treue
  • Vertrauen
  • Principal Agent
  • Verhandlungen,
  • Vertragstheorie
  • Marketing
  • Finanzierung
  • Produktion
  • Logistik
  • Wirtschaftsprüfung
  • Controlling
  • Corporate Governance
  • Kooperation und Trittbrettfahrer
  • innerbetriebliche Kooperation
  • Entscheidungstheorie (und Wahrscheinlichkeitstheorie)
  • demokratische und andere Wahlen

Übergeordnete Themen

  • Grenzen der Spieltheorie
  • Rationalität
  • Fairness
  • Neoliberalismus
  • Industrieökonomik
Meine Werkzeuge