Rational

Aus Wikiludia
Wechseln zu: Navigation, Suche

In der Spieltheorie spricht man häufig vom einem rationalen Spieler. Eine Aufgabe besteht darin, ein mathematisches Model zu entwickeln, welches der intuitiven Vorstellung gerecht wird. Eine Möglichkeit besteht darin den rationalen Spieler als egoistischen und empathischen Spieler aufzufassen.

Inhaltsverzeichnis

Egoismus

Ein egoistischer Spieler versucht seinen eigenen Gewinn zu maximieren. Er spielt also die Strategie, welche den größten Gewinn verspricht. Die Gesammtsumme der Auszahlungen oder die Gewinne der anderen sind für ihn nicht relevant. Der eigene Gewinn, kann dabei durchaus individuell vom ökonomischen Gewinn abweichen.

Empathie

Im Allgemeinen, hängt der eigene Gewinn nicht nur von der eigenen Strategie ab, sonderen auch von den Zügen der Gegner. Diese müssen bei der Suche nach der besten Strategie berücksichtigt werden. Der empathische Spieler versucht folglich Motivation und die Ziele der Anderen nachzuvollziehen, und ihr mögliches Verhalten vorauszuahnen.

Widerspruch zwischen Rationalität und Empathie?

Der vermeintliche Widerspruch zwischen Rationalität und Empathie, der in der Beobachtung besteht, dass bei Interaktionen in der realen Welt (oder auch spieltheoretischen Experimenten) die mittels spieltheoretischer Modelle gemachten Prognosen nicht zutreffen, sondern Strategien gewählt werden, die auch das Wohl der anderen Spieler berücksichtigen, kann dadurch aufgelöst werden, dass freigestellt wird, welche Argumente die Zielfunktion eines Spielers enthalten darf. So wird zwar weiterhin vorausgesetzt, jeder Spieler habe eindeutige Präferenzen, die durch eine Nutzenfunktion u widergegeben werden. Als Argument dieser Nutzenfunktion kann aber durchaus das Wohl anderer Spieler oder die Verteilung eines Überschusses eine Rolle spielen.

Nash-Gleichgewicht

Angenommen das Ergebnis (s1, s2, ..., sn) eines Spiels entstand dadurch, dass alle Spieler die Züge der anderen richtig vorrausahnten und egoistisch spielten. In diesem Fall, kann für alle si* ∈ Si das Ergebnis, bei gleichem Spiel der Gegner, für den i-ten Spieler nicht besser gewesen sein. Dies führt direkt zur Definition des Nash-Gleichgewichts.

Beobachtungen

Beim Spiel80 zeigt sich ein interessantes Verhalten: die Spieler verfolgen klar eine egoistische und empathische Strategie; sie gehen aber nicht davon aus, dass die anderen Spieler alle rational spielen.

Meine Werkzeuge